Ein wichtiger Teil bei der Ausübung eines Sports ist der Umgang mit Stress.
Für sowohl den Trainer, als auch den Sportler ist der Umgang mit Stress unentbehrlich, um gute Leistungen zu erreichen. Stress ist der wahrgenommene Unterschied zwischen Anforderungen und Fähigkeiten. In verschiedenen Situationen schätzen Sportler ein, was sie können und was von Ihnen erwartet wird. Wenn dabei ein Unterschied erfahren wird, spricht man von Stress. Das tritt vor allem bei Dingen auf, die als schwierig angesehen werden oder bei Dingen, die für den Sportler besonders wichtig sind.

Wichtig zu wissen ist, dass Stress nicht immer negativ ist, der Sportler braucht Stress, um Leistungen zu bringen. Wenn man jedoch zu viel Stress hat, hat das einen negativen Einfluss auf die Leistung. Wenn man zu wenig Stress hat, kann man auch keine optimale Leistung bringen, weil man dann zu träge ist. Der Umgang mit Stress ist nicht nur für Sportler wichtig, sondern auch für die Trainer und Betreuer.

Einige Beispiele für den Einfluss von Stress auf das Wettkampfverhalten sind: das Treffen falscher taktischer Entscheidungen, kein guter Teamspieler mehr zu sein (egoistisch oder gerade zu selbstlos), das Ausrufen von Sätzen sowie ‘nicht zu mir spielen’.

Stress erhöht die Verletzungsgefahr. Stress greift die Immunabwehr des Körpers an. Durch lang andauernden Stress wird der Körper schwächer. Letztendlich wird das schwächste Glied in der Einheit von Körper und Geist zu einem bestimmten Zeitpunkt signalisieren, dass es genug ist und es folgt eine Verletzung oder Erkrankung.

Stress erhöht die Muskelspannung Es ist deshalb auch anzunehmen, dass viele Muskelverletzungen auf das Stressniveau des Sportlers während des Wettkampfs zurückzuführen sind, in dem er sich die Verletzung zugezogen hat.

Daneben, und vermutlich öfter als Trainer glauben wollen, werden Verletzungen als ‘Flucht’ aus der Stresssituation benutzt. Wenn ein Sportler der Sache nicht mehr gewachsen ist, ist die logischste Art und Weise um keinen Sport mehr treiben zu müssen, sich eine Verletzung zuzuziehen. Das alles geschieht natürlich nicht bewusst, aber es spielt sicherlich eine Rolle.
Alarmzeichen
UTRECHT (ANP) - Trainer Willem van Hanegem verpasste den Heimwettstreit des FC Utrecht gegen NAC (0-0) wegen einer Krankheit, die durch Stress verursacht war. afb_hanegem
"Ich rief heute morgen seine Frau an und hörte, dass er Fieber und Krämpfe hatte", erzählte der Technische Direktor Piet Buter. Aber es wahr natürlich nicht nur die Grippe an sich.

Körperliche Alarmzeichen im Allgemeinen
  • Steigende Herzfrequenz
  • Beschleunigung der Atmung
  • Magen- und Darmbeschwerden
  • Schlafstörungen
  • Motorische Alarmzeichen: Zittern, Bewegungsunruhe, Bewegungsrhythmus,      beschleunigter Atmungsrhythmus
Körperliche Alarmzeichen beim Sport
  • Abweichende Pässe bei z.B. Ballsportarten
  • Falsche Technik
Psychische Alarmzeiche im Allgemeinen
  • Gefühl von Unruhe/ Hektik
  • Gefühl, etwas nicht gewachsen zu sein
  • Sich nicht wohl fühlen
  • Unkonzentriert/überkonzentriert/abwesend
  • Reizbar
  • In sich gekehrt sein
Im Wettkampf
  • Strukturell schlechter spielen als beim Training
  • In entscheidenden Momenten versagen

Die Sportarten, bei denen man am ehesten Gefahr läuft, sich zu verletzten, sind Ballsportarten.
afb_blessureWobei Hallenfußball an erster Stelle steht und Feldfußball an dritter Stelle in den Top Ten der verletzungsgefährdesten Sportarten. Danach folgen Kampfsportarten, wobei Judo und Karate sich in der Liste auf den Plätzen fünf und sieben befinden. Gutes Aufwärmen mit einer optimalen Atmungstechnik verringert das Verletzungsrisiko.