Die Anwendung der richtigen Atmungstechnik vor, während und nach dem Training oder Wettkampf, verbessert die Leistungs und das Regenerations- vermögen beträchtlich.
Insbesondere beginnende Sportler können Probleme vermeiden, indem sie auf die richtige Art und Weise atmen. Häufig verbessert sich dadurch automatisch auch die natürliche Atmung. Die Lungen und auch die Lungenbläschen und die normalen Muskeln werden stärker, wenn man Sport betreibt. Auch die Atmungsmuskeln (darunter die Rippenmuskulatur) werden kräftiger.

Beim Sport unterscheidet man drei Phasen, in den eine optimale Atmung von Bedeutung ist:
  • Aufwärmphase
  • Training oder Wettkampf
  • Abkühlphase
AufwärmphaseIn der Literatur wird beschrieben, dass ein Aufwärmen über eine bestimmte Zeit mit einem durchschnittlichen Herzschlag von 60-70% des maximalen Herzschlags notwendig ist, um eine gute Leistung zu erbringen.

Die Queens University in New York hat festgestellt, dass bei beinahe jedem Sportler der Herzschlag direkt vor dem Start eines Wettkamps stark erhöht ist, obwohl keine Energie geliefert werden muss. Dieses Phänomen wird als “psychischer Stress” bezeichnet. Bei Laufwettkämpfen kann man dieses Phänomen an den Warteschlangen vor den Toiletten erkennen.

Abkühlphase Die Abkühlphase ist aus Sicht der Regeneration eine sehr wichtige Phase nach dem Erbringen von sportlichen Leistungen. Das Abkühlen ist das Gegenteil vom Aufwärmen: nach Ablauf eines Trainings oder Wettkampfes muss der Körper wieder auf ein Ruheniveau gebracht werden. Indem man nicht abrupt stoppt, sondern die Spannung langsam abbaut, sorgt man für eine gute Abfuhr der Abfallstoffe aus den Muskeln. Dadurch vermeidet man ermüdete Muskeln und Muskelstarre.

Das ist aus Sicht einer Regeneration eine wichtige Phase nach dem Erbringen von sportlichen Leistungen. Im Allgemeinen wird noch immer Nachdruck gelegt auf die Ausführung von Denungsübungen bei gleichzeitig ruhigem Atmen. Dehnen ist in diesem Zusammenhang kein Beweglichkeitstraining, sondern eine Entspannungsübung für belastete Muskeln. Während der Dehnübungen muss man eine leichte Spannung der Muskeln fühlen. Es ist dabei wichtig, sich bei Kälte wieder wärmere Kleidung anzuziehen, um eine zu schnelle Abkühlung zu vermeiden.
Optimale Atmung beim Aufwärmen
Da ein hoher Herzschlag einen schlechten Einfluss auf die zu erbringende Leistung hat, ist es erforderlich, dass der Sportler mehr Zugriff auf seine mentale Kondition erhält.

afb_trainingAndersherum kann man auch behaupten, dass man sein Leistungsniveau bei einem gleichbleibenden Herzschlag und einer Laktaatschwelle erhöhen kann. Vorraussetzung hierfür ist und bleibt eine gute Bauch/Brust-Atmung. Ein besserer Blutfluss sorgt außerdem für eine schnelle optimale Abfuhr der Abfallstoffe aus der Muskulatur.
Bessere Regeneration nach starker Anspannung
Nach einer starken Anspannung (z.B. Wettkampf mit Spurt am Ende) darf die Anspannung nicht unvermittelt beendet werden, um keinen zu starken Sturz des Blutdrucks hervorzurufen.

afb_coolingdownDies kann zu Schwindel oder einer Synkope (Ohnmacht) führen. Mit einer guten, trainierten  Bauch/Brust-Atmung wird der Regenerationszeitraum der Organe und der Muskulatur erheblich verkürzt. Eventuelle Verletzungen haben hierdurch die Möglichkeit, schneller zu genesen.